Er selbst schätzt eben solches und dessen Flair sehr – nicht ohne Grund hat er mit dem »Hopfen und Schmalz« im alten Braugasthaus der Biobrauerei Neufelden ein kreatives Wirtshaus-Konzept für seinen Heimatort konzipiert. Auch die von ihm initiierte »Wirtshaus Roas« ist eine Hommage an die tiefverankerte Wirtshauskultur. Einmal im Jahr verwandelt sich Neufelden in ein kulinarisches Dorf, bei dem sich Gastköch:innen, Winzer:innen und Produzent:innen in alten Gasthäusern oder Pop-upStationen präsentieren. Wirtshaus als Kulturgut Wenn man mit ihm über Wirtshauskultur spricht, erkennt man schnell, dass sich die beiden kulinarischen Welten auch gegenseitig unterstützen können. Für ihn ist das Wirtshaus mehr als ein kulinarischer Begriff – es ist österreichisches Kulturgut. Das Wirtshaus ist ein Ort, an dem man sich wohlfühlt, wo das Essen und gemeinsam eine gute Zeit zu haben im Fokus stehen. Ein Raum für Freundschaft, Gespräche, Widerspruch, Versöhnung und Genuss mit großer Seele. Diese Haltung prägt auch seine Gourmetküche im Mühltalhof. Service auf Augenhöhe, Nähe zum Gast, Gerichte mit Haltung – das seien Werte, die für ihn auch im Fine-Dining gelten. Hoppala – eine Gulaschpizza In seinem Tasting-Menü kann auch einmal eine »Gulaschpizza« auftauchen, wenn Philip Rachinger die beiden Welten mit einem Augenzwinkern in einem Gericht vereint. Entstanden durch ein Hoppala eines Lehrlings, der versehentlich statt Tomatensauce ein Gulaschsaftl auf den Pizzateig verteilt hat, wird die Italo-ÖsterreichCrossover-Pizza im »Ois« serviert. Es ist ein illustres Geschmacks-Karussell aus Pizzateig, einer geräucherten Gab und dem Gulaschsaftl. »Es gibt in der klassischösterreichischen Küche kaum ein Rezept, das so viel Geschmack in sich vereint wie ein dreimal eingekochtes Gulasch«, betont er. »Mehr Umami geht kaum.« So wird aus dem Wirtshaus für Philip Rachinger kein Gegenpol zur Spitzengastronomie, sondern eine Inspirationsquelle. Denn wenn man Raffinesse und Bodenständigkeit mit einem Twist miteinander kombiniert, können besondere Gerichte entstehen – und wie im »Ois« auch Gulasch und Gourmetmenü zueinanderfinden. VIELLEICHT DIE FEINSTEN PRALINEN TESTEN SIE SELBST EINFACH ONLINE BESTELLEN BEI EVELINE WILD www.der-wilde-eder.at/onlineshop Konditoren-Weltmeisterin 2001 Gault Millau: Patissière des Jahres 2018 Rolling Pin: Patissière des Jahres 2018 Schlemmer Atlas: Patissière des Jahres 2022 Infos zu den Kochkursen und zum Genießerhotel Der WILDe EDER: www.der-wilde-eder.at
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