21 Cirque Gourmet 2026 STRUDEL, STRESS UNDStrandcafé Im Sternzeichen ist Silvia Schneider Zwilling, im Beruf hingegen gleich »Fünfling« – Moderatorin, Schauspielerin, Modedesignerin, Juristin und seit drei Jahren auch noch gelernte Köchin. Ein »Dancing Star« auf vielen Kirtagen, eine Powerfrau mit spannenden Facetten. Interview: Wolfgang M. Gran; Foto: Silvia kocht/ORF2/Mo–Fr/14:00/Simeon Baker ie moderierte News, Society- Geflüster, Castingshows, Koch- und Kinder-Fernsehen. Sie spielte in TV-Krimis und war Mitglied einer Comedyserie. Sie hatte ihre eigene Talkshow und hat sich mit »Silvia kocht« in den vergangenen sechs Jahren Kultstatus erarbeitet. Sie hat ein Jus-Studium abgeschlossen und mit 41 die Lehrabschlussprüfung als Köchin abgelegt. Sie designt Kleidung und Schuhe und ist Chefin ihrer eigenen TV-Produktionsfirma. Silvia Schneiders berufliche Vita gleicht einem Hochgeschwindigkeitstrip durch eh fast alle Bereiche des Lebens. Wir sind kurz zugestiegen in den »Schneider-Express« und haben um ein ausführliches »Silvia spricht« gebeten. Dabei haben wir auch die ruhigen, nachdenklichen Seiten einer beeindruckenden Powerfrau kennengelernt. Lesen Sie, warum sie es mit Pippi Langstrumpf hält und sie griechischen Fischern gern Kaffee servieren möchte. Ihr Vater Walter hat einmal gesagt: »Das Leben ist einem in die Hand geschrieben, am Anfang schon.« Was sehen Sie, wenn Sie in Ihre Hände schauen? Silvia Schneider: (kichert) Ich sehe, dass sie frisch gewaschen sind, weil ich gerade einen Apfelkuchen gemacht habe. Und ich sehe, dass sie ziemlich klein sind, aber das ist ja kein Nachteil. Denn dadurch wirken kleine Dinge manchmal etwas größer, und das ist ja nicht schlecht. Ziemlich klein waren Sie im Ganzen noch, als Sie bereits den Wunsch nach der Bühne, nach dem Rampenlicht äußerten. Woher kam das? Silvia Schneider: Angefangen hat es mit alten Filmen, die ich geschaut habe. Da dachte ich immer »Solche Kleider wie diese Frauen im Film will ich auch einmal haben.« Das Faible für Kleider ist mir geblieben, der Zugang zu einem Beruf in der Öffentlichkeit hat sich natürlich verändert. Am Anfang ist damit noch eine enorme Aufregung verbunden, aber mit der Erfahrung der Jahre lernt man, dass es ein Job wie jeder andere ist, und man merkt auch, was man da an Leistung bringen muss. Die Entscheidung für so einen Beruf entspringt ja auch einem inneren Antrieb. Haben Sie den einmal erforscht? Silvia Schneider: Wir sind eine sehr künstlerische Familie. Die mütterliche Seite ist sehr mit Tanz angehaucht, väterlicherseits waren ein gewisser Hang zur Ästhetik und die Fähigkeit, vor Menschen zu sprechen, da. Ich bin wohl so eine Kombination aus beidem. Sie sind ein beruflicher Tausendsassa, der sich auf vielen Ebenen bewegt. Was hat Sie zum Thema Kochen geführt? Silvia Schneider: Die ersten Sendungen sind mir einfach so zugeflogen. Ich habe schon am Beginn meiner Fernsehkarriere immer die Kochthemen bekommen – wieso, weiß ich nicht. Aber »Silvia kocht« und »Silvia entdeckt« kamen dann auf Wunsch des ORF. Ich hatte ursprünglich TAVOLATA DAS GENIESSER-TISCHGESPRÄCH S
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