Wachau Magazin 2026

92 | WACHAU MAGAZIN 2026 Was für ein faszinierender Blick hinter die Kulissen: Gräfin Alix de la Poëze d'Harambure-Fraye, Ururenkelin des 1914 in Sarajevo ermordeten Thronfolgers Franz Ferdinand, lädt Besucher auf Schloss Artstetten zu einer Zeitreise durch die europäische Geschichte. Text: Anita Arneitz gegenüber seiner großen Liebe. Für sie kämpfte er und verzichtete sogar auf den Namen Habsburg. Familiäres Zuhause Erzherzog Franz Ferdinands Ururenkelin Gräfin Alix de La Poëze d’HarambureFraye ist im Schloss aufgewachsen und lebt heute mit ihrer Familie in den historischen Gemäuern. »Für mich ist es in erster Linie ein Zuhause. Ich empfinde es als ein Geschenk, in diesem Haus zu leben und seine Geschichte weiterzugeben. Wir tragen alle die Rucksäcke unserer Ahnen. Jeder Gedanke und jeder Schritt, den wir im Jetzt machen, ist eigentlich schon die Zukunft«, sagt Gräfin affee, Kuchen, Kaiserzeit. Wer Schloss Artstetten betritt, landet mitten im 19. Jahrhundert und lässt sich am besten mit einem Frühstück auf der Schlossterrasse verwöhnen. Das hilft beim Ankommen und nimmt Tempo raus. Die Blicke schweifen über den historischen Schlosspark mit den Pfingstrosen, der Kastanienallee und die verschlungenen Wege. Auf diesen ist einst Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand Händchen haltend mit seiner Sophie durch die Natur spaziert. Zärtlich und lächelnd zeigen ihn die privaten Fotografien im Museum. Überraschend. So galt er doch sonst als eher grimmig und unnahbar. Nicht aber K Foto: Schloss Artstetten EIN ZUHAUSE mit 221 Fenstern

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