Wachau Magazin 2026

WACHAU MAGAZIN 2026 | 69 Der Weinbau in der Wachau ist stark mit dem Riesling und Grünen Veltliner verbunden. Flankiert sind sie von weiteren besonderen Rebsorten, für die es sich lohnt, genauer hinzuschauen. Teil 2 unserer Entdeckungsreise für Weingenießer. Text: Petra Bader; Fotos: Johannes Kernmayer Franz Hirtzberger Chardonnay Der Chardonnay wächst bei den Hirtzbergers je zur Hälfte in der Ried Schlossgarten auf humusreichem Erosionsboden und im Steinporz, wo der Paragneis prägend ist. »Wir keltern den Wein bewusst in einer klaren Wachauer Stilistik«, sagt Franz Hirtzberger. Das bedeutet: Verzicht sowohl auf den biologischen Säureabbau, wie auch den Ausbau im Barrique. Die Winzerfamilie möchte vielmehr, dass sich die würzige Gelbfruchtigkeit und frische Säure im durchaus kraftvollen Wein widerspiegeln. Zudem keltern sie Weißburgunder und Grauburgunder. Alle drei Weine haben große gastronomische Qualität und finden in der Hofmeisterei als Weinpartner im Menü vielfach ihren perfekten Platz. www.hirtzberger.at Jamek Weißburgunder Einer der Lieblinge bei den Jameks ist der Muskateller. Vor allem im Restaurant der Familie. Seine anregende Art macht ihn zum idealen Aperitif. Dr. Herwig Jamek (im Bild mit Ehefrau Julia) schätzt daneben den Weißburgunder sehr, aus dem er verlässlich stets einen ausdrucksstarken Smaragd keltert. »Er nimmt für mich eine Mittelstellung zwischen Grünem Veltliner und Riesling ein. Die Aromatik ist breit gefächert, vor allem bei höheren Qualitäten. Die Sorte hat eine großartige Säure und ist ein Universalgenie als Speisenbegleiter«, zeigt er sich begeistert. Er sieht in ihm Potenzial für die Zukunft – Stichwort Klimawandel. Weißburgunder ist bei Neuauspflanzungen immer ein Thema. Die Weine behalten auch in warmen Jahren ihre Frische. www.jamekwein.at HERZENSsache

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