Wachau Magazin 2026

WACHAU MAGAZIN 2026 | 31 Keine Frage, nicht erst seit der populären TV-Show »Neun Plätze – neun Schätze« zählt Maria Taferl zu den schönsten Orten Österreichs. Mit einer frühbarocken Basilika, zu der die Menschen schon seit Jahrhunderten pilgern. Text: Wolfgang Neuhuber; Foto: extremfotos.com der stürmischen Zeiten des 30-jährigen Krieges. Der Viehhirte Thomas Pachmann wollte 1633 eine dürre Eiche fällen, rutschte dabei aber mit der Axt ab und verletzte sich. Erst in diesem Moment sah er an der Rückseite des Baumes ein heiliges Kreuz und begriff, dass sein Vorhaben ein Frevel gewesen wäre. Er bat Gott um Vergebung…und sogleich hörten die Blutungen auf. De Nachricht sprach sich herum, immer mehr Gläubige kamen und so auch neun Jahre später der an Depressionen und Selbstmordgedanken leidende Richter Alexander Schinagel. Ihm hatte eine Stimme im Traum befohlen, das morsche alte Kreuz durch ein Vesperbild (Pietà) seines Hausaltars zu ersetzen. Und siehe da: seine Beschwerden verschwanden ebenfalls. Da in der Folge immer wieder von Stern- und Lichterscheinungen sowie von Prozessionen weiß gekleideter enn sich die Morgennebel verzogen haben und sich der Blick bis zu 300 Kilometer weit ins Alpenvorland öffnet, wird klar, warum dieses balkonartige Hochplateau, der sogenannte Taferlberg, vermutlich schon seit heidnischen Zeiten als Kraftplatz gilt. Genau 233 m über der Donau, auf der einst schon das Volk der Burgunden in der Nibelungen-Sage entlanggezogen ist, wird das Rundumpanorama zur großen Landschaftsoper – vom Schneeberg über den Ötscher bis zum Toten Gebirge. Wundersame Heilungen und Engelsprozessionen Dass die von Papst Pius XII. 1947 zur Basilika minor erhobene Kirche »Zur Schmerzhaften Muttergottes« heute zu den wichtigsten Marienwallfahrtsorten der Welt zählt, verdankt sie einer Begebenheit während Himmelwärts W

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