Wachau Magazin 2026

as Georg Kreisler in seinem Everblack Biddla Buh« 1955 beschrieb, wurde im gleichen Jahr im Kino nachhaltig bestätigt: durch Sisis Brautfahrt mit Romy Schneider. In dieser legendären Filmszene ist nicht nur die Donau wunderschön, sondern die ganze Umgebung, eine herrliche Sehnsuchts-Landschaft, eine heile Welt, eine Idylle namens Wachau – welch ein Kontrast zum Standort vieler Zuschauer, die zehn Jahre nach Kriegsende zwischen Trümmerfeldern und tristen Neubauten lebten. Jahrzehnte später, kurz nach der Matura, lernte ich die Wachau erstmals live« kennen. Ich war mit meiner damaligen Freundin auf dem Weg nach Wien, wo wir einige Wochen verbringen wollten; wir haben in Melk Halt gemacht und sind dann die restliche Strecke an der Donau entlanggefahren. Das ist jetzt 37 Jahre her, und meine Eindrücke von dieser einzigartigen Region sind so stark, dass sie heute noch nachklingen. Ob die vielbeschriebene wunderbare Synthese von Kultur und Natur, ob die Weinterrassen, die Klöster und Burgen oder die geschichtsträchtigen kleinen Orte im Donautal – das alles ist in der Realität natürlich noch hundertmal schöner als im Film. Und schon wegen des Grünen Veltliners und der Wachauer Marillen möchte ich bald wieder hin. Ihr Jonas Kaufmann « « EDITORIAL Foto: Gregor Hohenberg Sony Music JONAS KAUFMANN LIEBE FREUNDE UND GÄSTE DER WACHAU! Jonas Kaufmann, geboren 1969 in München, gehört seit vielen Jahren zu den weltweit erfolgreichsten Klassik-Sängern. Er hat an allen bedeutenden Opern- und Konzerthäusern das große Tenorfach gesungen, von Tosca« und Parsifal« bis Othello« und Walküre«. Als Königsklasse des Singens« bezeichnet er den Liedgesang, der ihm besonders am Herzen liegt, nicht zuletzt durch seine langjährige Partnerschaft mit dem Pianisten Helmut Deutsch. Durch Familienferien in Achensee in Tirol, wo seine Großeltern einen ehemaligen Bauernhof gemietet hatten, hat Kaufmann ein besonderes Faible für Österreich. Seit 2022 ist er österreichischer Staatsbürger, seit Beginn der Spielzeit 2024/25 ist er Intendant der Tiroler Festspiele in Erl. « « « « « W Adelheid warf ich in die Donau, gleich nach Dürnstein, niemand hat's gesehn. Und auch sie wird mir verzeihn, denn grad bei Dürnstein ist die Donau doch so wunderschön...

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