Wachau Magazin 2026

26 | WACHAU MAGAZIN 2026 in Zischen. Langsam steigt der Ballon auf. Die Schiffe auf der Donau liegen wie kleine Dominosteinchen im Wasser. Das Dach der Stiftskirche Melk glitzert in der Morgensonne und die Weingärten sind mit einer friedvollen Stimmung umhüllt. Dazwischen die sanften Hügel, saftigen Wiesen und geschichtsträchtigen Schlösser. »Ich genieße jede Fahrt«, sagt Ballonpilot Christoph Fraisl. »Zusammen mit den Gästen oder ganz alleine im Korb, es ist ausgleichend und entspannend.« Die ersten Minuten sind für Neulinge zwar aufregend. Aber das legt sich schnell. »Ich habe noch nie jemanden getroffen, dem die Fahrt nicht gefallen hat«, erzählt Fraisl. Ihm ist die Begeisterung fürs Ballonfahren vom Vater in die Wiege gelegt worden. Schon früh war er als Helfer dabei, dann galt er als jüngster Pilot Österreichs. Heute hebt er vom Flugplatz Krems ab. Alle packen an Der Ballon wird gemeinsam ausgepackt, dann die Luft hineingeblasen. Langsam bäumt sich der Ballon in den Himmel. Er wirkt größer als erwartet. Der Korb ist einen Meter und zehn Zentimeter hoch. 3 Fragen an ... E Wie sind die ersten Minuten im Korb? Für die Passagiere natürlich aufregend, weil sie beim ersten Mal nicht wissen, was auf sie zukommt. Aber dann merken sie schnell, es ruckelt und wackelt nichts. Es fühlt sich so an, wie wenn man zu Hause auf der Terrasse steht und in die Landschaft schaut. Ganz angenehm. Was ist das Faszinierende am Ballonfahren? In meinem Leben habe ich so um die 3.000 Fahrten gemacht und jede davon war anders. Du kannst jeden Tag vom gleichen Ort aus starten und jedes Mal wird die Natur eine andere Route vorgeben. Die beste Jahreszeit für eine Ballonfahrt ist? Das ist Geschmackssache. Jede Jahreszeit hat ihren Reiz – das Frühjahr, wenn alles blüht, der Sommer, wenn alles saftig grün ist, oder der Herbst mit seinen bunten Blättern. Aufgrund des Wetters sind im Winter seltener Fahrten möglich, im August hingegen können wir fast täglich starten. BALLONPILOT CHRISTOPH FRAISL

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