WACHAU MAGAZIN 2026 | 21 Foto: Sascha Osaka Fotos (2): Günter Standl Foto: Herbert Lehmann Was für eine Atmosphäre: Bei den sommerlichen Wachau-Festspielen präsentiert sich der Teisenhoferhof besonders stimmungsvoll. Irgendwie wird er dabei selbst zur Erlebnisbühne. Unter der Intendanz von Marcus Strahl stehen meist Komödien am Programm, unbeschwerte Heiterkeit ist garantiert. Komfortable Zeitreise GESCHICHTE ATMEN IM ARKADENHOF Seit rund einem halben Jahrtausend zieren Wandmalereien das »Haus mit dem Gwölb«, hinter dessen dicken Mauern man nun kuschelig wohnen kann. In unmittelbarer Nachbarschaft des Teisenhoferhofes zu Füßen der Wehrkirche haben sich zum Kirchenwirt vier historische Dependancen gesellt. Jede aufwendig restauriert mit Originalgewölben, Holzdecken, Arkaden und Weinkellern und zugleich mit allen Annehmlichkeiten, die man von einem zeitgemäßen Boutiquehotel erwarten kann. Alle Zimmer und exklusiven Suiten im Landhausstil sind natürlich Unikate entsprechend der rund 500-jährigen Architektur. Jedes Gebäude hat seinen eigenen Stil und Charme. Im Malerhaus kann man auf den Spuren des berühmten Wachaumalers Johann Nepomuk Geller wandeln, im Winzer-Wellnesshaus aus dem 16. Jh. entspannen. www.kirchenwirt-wachau.at INTERview Wäre es nicht viel einfacher, ein neues Hotel auf die grüne Wiese zu bauen? Keine Frage, der Aufwand ist immens. Aber es ist ein unbeschreibliches Glücksgefühl, einem historischen Bauwerk wieder neues Leben eingehaucht zu haben. Worin liegen beim Restaurieren die speziellen Herausforderungen? Wir möchten für unsere Hotelgäste modernen Komfort schaffen, dabei aber die alte Bausubstanz bewahren. Und das nachhaltig. Jeder Raum, jede Mauer muss daher ganz speziell behandelt werden und mit dem Denkmalschutz im Einklang stehen. Dazu braucht es beste Materialien und allerbeste Handwerker, die damit umgehen können. Was blieb als schwierigster Moment in Erinnerung? Um im Wellnesshaus den Relaxbereich zu realisieren, mussten viele Tonnen Fels mühsam entfernt werden. Und das mitten in Weißenkirchen und großteils per Hand. Wie sagen nun die Gäste zu ihren historischen Dependancen? Großartig! Die kommen oft regelrecht ins Schwärmen über diese Wachau-Atmosphäre in den kuscheligen Zimmern mit den dicken Mauern. Es ist wie eine kleine Zeitreise, ohne aber auf die Wohnqualität von heute verzichten zu müssen. Das Frühstück bei uns im Kirchenwirt ist nur ein paar Schritte entfernt, und abends trinkt man ein Glas Wein unter malerischen Arkaden. Gerade für hektische Städter fast schon unwirklich. Manuela und Christian Wildeis über Freud und Leid beim Revitalisieren historischer Häuser.
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