12 Oft unterschätzt, wird Europas Kulturhauptstadt 2020 ihrem Motto »Hafen der Vielfältigkeit« mehr als gerecht. Mit einer pulsierenden urbanen Szene, die das historische Rijeka ganz schön aufmischt. Foto: Frank Heuer anchmal tanzen geheimnisvolle Farblichter zu Techno-Sound um die Festung Trsat. Dann ist aber nicht der über Rijeka wachende Drache zum Leben erwacht, sondern es ist eine der zahlreichen Partys angesagt, die die Hafenstadt so lebendig machen. Ein Mix aus Künstlern und Studenten sorgt schon seit Jahren für frischen Wind. Nicht touristisch aufgemotzt, sondern oft im Verborgenen. Leerstehende Fabrikgebäude und manchmal sogar ehemalige Bunker werden zu Pop-ups für Musik und Kunst. Wer sich auch mal durch Seitengassen treiben lässt, stößt auf eindrucksvolle Graffitis, angesagte Bars und so manchen Laden aufstrebender junger Designer. All dies vermischt sich mit der großen Geschichte der Handelsstadt Rijeka mit so manchem historischen Prachtbau früherer Handelsgesellschaften und der K.-u.-k.-Monarchie. Etwa das 1885 eröffnete Nationaltheater neben der Jugendstil-Markthalle, das Deckengemälde von Ernst und Gustav Klimt birgt. Oder das Stadtmuseum im Benčić-Palast, der einstigen Zuckerraffinerie. Am besten vom Hafen aus losspazieren, den trubeligen Korzo mit seinen Cafés entlang und sich dann einfach treiben lassen. Zu guter Letzt dann vielleicht noch ein Ausflug zum bedeutendsten Wallfahrtsort im westlichen Kroatiens, gleich neben der Festung Trsat: die Basilika »Unserer Lieben Frau von Trsat«, die 2003 sogar von Papst Johannes Paul II. besucht wurde. Wer Sünden abbüßen möchte, lässt das Auto stehen und steigt zu Fuß die 561 Treppenstufen vom Stadtzentrum aus hinauf. Großes Kino: von der mit dem Auto gut erreichbaren Festung Trsat eröffnet sich ein prachtvoller Panoramablick über Rijeka auf die Kvarner Bucht. M Liebe auf den zweiten Blick Rijeka und Umgebung
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