Istrien Magazin 2026

32 Genießer schätzen die Region als Top-Gourmet-Hotspot, und die Spitzengastronomie hat sich längst einen Namen gemacht, international ins Scheinwerferlicht gesetzt durch die Restaurantguides Gault Millau und Michelin. Die kulinarischen Eckpfeiler sind dabei seit Jahrhunderten dieselben geblieben. Im Mittelpunkt stehen das blaue und das grüne Istrien – die leichte, mediterrane Küche der Küste mit all ihren Fischen und Meeresfrüchten sowie die gehaltvolle, bodenständige Küche des Hinterlandes. Feinschmecker schätzen die absolute Hingabe zu regionalen Produkten. Mit Traditionsbewusstsein auf der einen, Experimentierfreude und moderner Kochkunst mit höchstem Gourmetanspruch auf der anderen Seite. Der Umbruch in der Kulinarik ist deutlich spürbar und auf die junge Generation von Köchinnen und Köchen zurückzuführen. Das alles und noch viel mehr macht einen Besuch in Istrien zu einer einzigartigen kulinarischen Entdeckung. Mit Genuss für alle Sinne. Kulinarisch gesehen, zeigt sich Istrien als Halbinsel der Seligen – mit paradiesähnlichen Zuständen für Genießer. Die Küche duftet nach dem frischen Grün der Oliven, nach dem betörenden Aroma der Trüffeln, nach mediterranen Kräutern wie Rosmarin und Lavendel, nach süßem Honig und reifen Trauben, nach salziger Meeresluft und würzigem Pršut. Die kulinarische Geschichte ist dabei keine eindimensionale. Sie ist vielfältig wie die Kulturen, denen sie entstammt und die sie beeinflusst haben. Sie gründet sich auf slawische, römische, venezianische, österreichungarische sowie jugoslawische Wurzeln. Aus diesen entwickelte sich eine eigenständige Genusskultur mit immensem Qualitätsdenken – hin zum Gourmetland an der Adria! ALTÜBERLIEFERTE WIRTSHAUSKULTUR … In Istrien nennt man kleine Wirtshäuser, in denen landestypisch gekocht wird, Konoba. Unter Gostiona bzw. Gostionica versteht man ein familiäres Gasthaus. Schilder mit der Aufschrift Agroturizam kennzeichnen authentische Adressen, in denen Familien in uriger Atmosphäre das servieren, was sie selbst anbauen und produzieren. Eine offene Feuerstelle findet man sehr häufig in diesen Lokalen. Auf dem Rost im Kamin brutzelt über dem Feuer so ziemlich alles, was man sich kulinarisch erträumt: Rindersteaks, Lammrücken, Wild, Jakobsmuscheln, Fische, Brot, Polenta, Gemüse. Kurz gebraten, mit Salz gewürzt und mit ein paar Tropfen feinstem Olivenöl versehen – ein einziger Gaumenschmaus. Das gilt ebenso für eine der ältesten Zubereitungsarten am offenen Feuer, die Peka (auch Čripnja genannt), bei der das Gargut unter eine mit Glut bedeckte Eisenglocke (eine Art Römertopf) kommt. … UND AMBITIONIERTES FINE DINING Groß aufgekocht wird in den Restaurants, wobei die Dichte an ausgezeichneten Adressen immer mehr zunimmt. Anspruchsvolle DIE KÜCHE DER ADRIA-HALBINSEL HAT BEACHTLICHES GESCHAFFT – NÄMLICH EINE EIGENSTÄNDIGE IDENTITÄT. MIT EINER GASTRONOMISCHEN SZENE, DIE DYNAMISCHER NICHT SEIN KÖNNTE: VON BODENSTÄNDIGEN KONOBAS (LANDGASTHÄUSERN) BIS ZU VIELPRÄMIERTEN GOURMETRESTAURANTS. Kulinarische Vielfalt Bodenständigkeit trifft Gourmet. Dieses spannende Miteinander macht Istriens Kulinarik einzigartig. Auf den Geheimtippstatus folgt internationales Renommee. FOTOS: Standl (2), Steiner (1), Styriabooks (2)

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