30 Cirque Gourmet 2026 Acht Jahre lang lebte sie in der britischen Hauptstadt, der sie sich nach wie vor sehr verbunden fühlt. In einer Welt voller Tempo, Vielfalt und Inspiration. »London war eine Zeit der Freiheit«, sagt sie. Es war eine Zeit, in der sie ihren Sinn für Gestaltung schärfte: Räume, Farben, Stoffe. »Das Zusammenspiel von Materialien und Atmosphäre begann mich zu faszinieren.« …in die Tiroler Bergwelt Im Jahr 2001 dann die Relais & Châteaux Showcase in Berlin. »Es war Liebe auf den ersten Blick«, wie sie schmunzelnd erzählt. Drei Monate später hält Andreas Windisch um ihre Hand an, nur kurz darauf zieht sie nach Tirol. »Ich habe im September meinen Job in London aufgegeben und war im Oktober schon in Ellmau an der Rezeption.«Das war mir wichtig – ich wollte verstehen, wie alles funktioniert.« Der Bär war schon immer ein Leitbetrieb der Tiroler Hotellerie. Karl-Heinz und Lorette Windisch, die Elterngeneration, hatte 1974 zunächst die Direktion geleitet, ehe sich Ende der 1990er-Jahre die Möglichkeit ergab, das Hotel zu erwerben. Heute ist Der Bär das gemeinsame Lebensprojekt von Ursula und Andreas Windisch, dessen berufliche Karrierestationen ihn zuvor vom Arlberg in die Toskana und von Südfrankreich nach Colorado geführt hatten. All die familiären und beruflichen internationalen Erfahrungen der beiden sind nun das Fundament der sehr persönlichen »Bären-Atmosphäre«. Ein Haus, das sich gut anfühlt Das wichtigste Gefühl, das man nach einem Ferienaufenthalt mitnehmen soll, wurde 2012 sogar als Slogan formuliert: »Der Bär fühlt sich gut an.« Ein Hotel, das nicht überwältigt, sondern berührt. Kein aufgesetztes Design, keine künstliche Gastfreundschaft, sondern das nahbar, inspirierend und ehrlich ist. »Es geht uns nicht primär um Klassifizierungen, wir wollen Freiheit. Freiheit, zu tun, was für unsere Gäste richtig ist.« Diese Philosophie widerspiegelt das Haus mit seinen klaren Linien, warmen Farben und hochwertigen Materialien in jedem Detail. Qualität, die ganz selbstverständlich überall da ist, ohne zu protzen und genau dadurch wirkt. Ein weiteres zentrales Element ist die Kunst: »Ich brauche Dinge um mich, die Geschichten erzählen. Bilder, Formen, Skulpturen, Materialien«, verrät Ursula Windisch. Überall warten außergewöhnliche Kunstwerke darauf, entdeckt und bestaunt zu werden. Es sind aber keine dramatischen oder gar kitschig eingesetzten dekorativen Stilmittel, sondern fein gesetzte Akzente: Stoffe, die Geschichten erzählen, Lichtstimmungen, die Räume verändern. »Ich bin keine Architektin«, sagt sie. »Aber ich fühle, was ein Raum braucht.« Und so ist jede der Reisen der mittlerweile um drei Kinder angewachsenen Familie Windisch eine neue Inspiration, die zurück ins Hotel fließt – in Form von Accessoires, neuen Farben oder einer veränderten Perspektive auf bestehende Dinge. Das spüren auch die Gäste: Wenn etwas mit Bedacht gestaltet ist, wenn Atmosphäre entsteht und man bewusst Raum lässt für Begegnungen, für Entwicklungen und für Pausen. Das Genießerhotel Der Bär in Ellmau ist auch deshalb ein so besonderer Ort, weil Ursula und Andreas Windisch genau diese elegante Balance vermitteln: zwischen Reduktion und Komfort, zwischen Klarheit und Herzlichkeit. Ein Platz zum Genießen eben!
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